Das BMS Audio Lexikon
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Tauchspulenmikrofon

Beim Tauchspulenmikrofon wird die an der Mikrofonmembran befestigte Schwingspule in einem ringförmigen Spalt des Magneten eingelagert. Schwingt die Membran, so wird in der Spule eine Spannung induziert, die ohne einen Überträger direkt abgegriffen werden kann, da der Widerstand der Schwingspule im allgemeinen schon 200 Ohm beträgt. Kompliziert sind alle Maßnahmen, den Frequenzgang im gesamten Übertragungsbereich linear zu halten. Im Vergleich mit einem Kondensator- oder Bändchenmikrofon verfügt das Tauchspulenmikrofon über keinen linearen Frequenzgang. Auch das Impulsverhalten ist aufgrund der relativ hohen Membranmasse nicht optimal. Trotz dieser Einschränkungen bieten hochwertige Tauchspulenmikrofone eine gute Klangqualität und werden auch im Studio häufig verwendet. Auf der Bühne wird man sie jedoch noch häufiger vorfinden. Sie sind robuster als Kondensatormikrofone und arbeiten auch bei hohen Schalldruckpegeln ohne Verzerrungen. Da bei einem Tauchspulenmikrofon ein linearer Frequenzgang ohnehin nicht zu erreichen ist, versuchen viele Hersteller wenigstens, den Frequenzgang so zu beeinflussen, daß ein Mikrofon sich für einen speziellen Anwedungsfall besonders eignet.

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